Archiv der Kategorie: Gehirn, Seele und Körper

Sexocorporel für Anfänger

Meine aktuelle Ausbildung: Konzept Sexocorporel. Sie wurde im französischsprachigen Kanada von Jean-Yves Desjardins entwickelt und basiert auf der Unterscheidung der mentalen und sexuellen Gesundheit. Der Sexocorporel betrachtet den Mensch als körperliche und seelische, untrennbare Einheit, unterscheidet jedoch aus wissenschaftlichen Gründen den expliziten Körper – den sichtbaren, bewegbaren Körper, die Sinnesempfindungen etc. – und den impliziten Körper – die Wahrnehmungen, Emotionen, Gedanken, Fantasien etc.

Einen Eindruck verschafft dieses wunderbare Video:

Das Still-Face-Paradigma

Ich denke oft, die Wissenschaft ist ja so weit, so viel ist schon erforscht. Schließlich singt man ja:
Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt,
das Marmelade Fett enthält, Fett enthält.
Drum essen wir auf jeder Reise, jeder Reise, jeder Reise,
Marmelade eimerweise, eimerweise.
Marmelade, Marmelade, Marmelade, die essen wir alle so gern.

Neulich habe ich gelesen (Darm mit Charme), dass der Darm ja quasi Terra incognita ist (nicht nur, weil es mutmaßlich dunkel darin ist) und dass unser Immunsystem zum Großteil von einem gesunden Darm abhängt. Niemand weiß aber genau, wie und warum.

In meiner hypnosystemischen Fortbildung lerne ich gerade noch mehr interessante Dinge – etliche waren für mich persönlich nicht nur angenehm – unter anderem erzählte ein Kollege vom Still-Face-Paradigma. Das Still-Face-Paradigma weiterlesen

Zwiebel oder Knoblauch?

Da bin ich wieder! Erste Anpassungen an die Selbstständigkeit als Körpertherapeut sind vorgenommen, ich hab letztes Wochenende mit der hypnosystemischen Fortbildung begonnen und in zwei Wochen beginnt die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Jetzt sollte genügend Stoff und Zeit für den blog da sein. Warten wir´s ab…
Eine Sache muss ich gleich zum besten geben: der amerikanische Psychologe Nicholas Cummings hat sich eine Systematik für seine Klienten ausgedacht. In der Extremform gäbe es Zwiebeln oder Knoblauch. Zwiebel-Patienten leiden selber, Knoblauch-Patienten lassen andere leiden. Weil: wer Zwiebeln schneidet und (roh) isst, leidet, wer Knoblauch isst, bei dem leiden (später) die anderen.
Zwiebel-Patienten machen sich um alles Sorgen, sind immer selber schuld und wühlen in ihrem Innern herum. Angstbesetzt sind sie oft passiv in Beziehungen und sorgen nie für die eigenen Bedürfnisse.
Knoblauch-Patienten sehen nur ihre eigenen Bedürfnisse, machen andere für die eignen Fehler verantwortlich, sind aggressiv und rücksichtslos beim Erreichen ihrer Ziele und in Beziehungen selbstbezogen.
Die Zwiebeln tauchen selber in Psychotherapiepraxen auf, der Knoblauch wird von anderen geschickt.
Glücklicherweise sind wir alle Mischungen aus Zwiebel und Knoblauch. Wenn diese Unterscheidung auch sehr simpel ist, sie zeigt doch wieder, wie sinnvoll es sein kann, herauszufinden, aus welchen Zutaten der eigene Eintopf gekocht wurde.

Auf zu neuen Ufern

flyer_workshop_v1.8_Ausschnitt_Seite_1Nach sechs Jahren werde ich Ende Februar das Unternehmen verlassen, das mir mal am Herz, aber in den letzten Jahren eher wie ein Mühlstein um den Hals hing. Was ich dann mache, ist noch nicht klar, es tun sich aber einige Wege auf, die zu beschreiten sich bestimmt lohnen würde. Einen habe ich ja schon beschritten und da geht es jetzt weiter:
mit einer 14-tägigen offenenen Abendgruppe Körperarbeit und einem Workshop am 14. – 16.03. mit Maren Simoneit, Dieter Schulte und mir. Thema wird Dualität sein, MannFrau, NordSüd, IchDieAndern, etc. Das wird aufregend!

Hier die Flyer zum Download:
flyer_abendgruppe_v1.6_screen
flyer_workshop_v1.8_screen
Und gerne weitersagen!

 

Was Warmes für den Herbst

Ich steh ja auf sowas und schäm mich meistens nicht dafür. Solche Geschichten mag ich sehr und darum gehört sie hier auch hin: der Schüler Musharaf Asghar aus Yorkshire stottert so schlimm, dass er sich fast gar nicht verständigen kann – womit er es natürlich schwer in der Schule und unter seinen Mitschülern hatte. Sein Englischlehrer versuchte es mit der Methode, wie sie in „The king’s speech“ angewandt wird. Ein Erfolg, wie ihr in dem Ausschnitt aus der Doku „Educating Yorkshire“ sehen könnt:

Enigmatische Rabimmelrabumm Vol. 4

Jetzt bin ich raus. Nach drei Wochen selbst entlassen, aber mit Zustimmung, weil wahrscheinlich auch lästig. Habe viel gelernt und auch eine schöne Zeit gehabt, liebe Menschen kennengelernt, mich viel bewegt, meditiert und nachgedacht. Prima! An dieser Stelle danke, ihr Rentenversicherungszahler. Komme auch nicht wieder, wenn möglich und zahle lieber selber fleißig weiter. Eines bleibt mir besonders haften: es braucht nicht so viel, um es gut zu machen, keine Herkulesaufgaben, keine unüberwindbaren Hindernisse. Es braucht eigentlich nur das eine Quentchen Hingabe, Beziehung, Liebe, Lächeln, um vieles besser zu machen.

Ergomatische Enkaustik Vol. 3

SchwimmbadLangsam wird’s mir langweilig, an der Rehalibation herumzukritteln, aber noch ist Dampf auf dem Kessel und wer weiß, was mir in der verbleibenden Woche noch begegnet… Am Donnerstag ist hier Feiertag (Reformationstag) und da fällt mir bei einem Blick auf meinen Therapieplan wieder auf, was man im Hause an Sonn- und Feiertagen so machen kann: nichts. An Samstagen wird morgens noch ein einstündiges Bewegungsprogramm geboten, an Feiertagen gibts keine Angebote. Glücklich, wer heimfahren kann, bzw. will, wer sich selbst organisieren kann, glücklich, wer die wöchentlich verpflichtende Freizeitkompetenzgruppe für sich nutzen konnte (gestern haben wir Gesellschaftsspiele, also UNO, Menschärgerdichnicht und Kniffel gespielt). Bei den anderen geht der Tag auch irgendwie rum. Sie könnten natürlich auch in das hauseigene Schwimmbad gehen – vorausgesetzt, sie finden zwei andere. Das Schwimmbad darf man nämlich nur zu mindestens dritt benutzen (siehe Bild). So können aus Schwimmschaften aber auch Freundschaften werden!